Montag, 30. Juni 2014

In sich selbst ruhen

Jetzt wurde mir so oft gesagt, dass ich einen wahnsinnig entspannten Eindruck mache - in mir ruhend - glücklich. Ich glaube, ich sollte mal was aufklären :)


Wenn ich etwas NICHT bin, dann in mir ruhend und entspannt. Ich finde mich selbst manchmal furchtbar anstrengend (mein Mann hat mir das auch schon bestätigt) und ich mache meist 3 Sachen auf einmal.
Aber glücklich bin ich – ja, das auf jeden Fall. Und zufrieden.

Eines habe ich wohl den meisten von euch voraus: mein Alter. Ich bin im Februar 43 geworden. Das alleine lässt einen wohl vieles entspannter sehen. Aber ich habe 3 Töchter, 2 Hunde, 2 Katzen, einen wundervollen 2. Ehemann und was einige vielleicht nicht wissen  - erbsünde und Carlota Kiwi mache ich nebenbei, ich habe einen Halbtagsjob in einer Werbeagentur. Also alles andere, als gute Voraussetzungen, um entspannt zu sein. Aber ich habe gelernt, mit mir zu leben – ich brauche wohl den (positiven) Stress. 

Aber zurück zum Thema: warum bin ich glücklich?
Ich glaube einfach deshalb, weil ich glücklich sein WILL.

Wie ihr bereits mitbekommen habt, bin ich sehr harmoniebedürftig. Ich ertrage keinen Streit, keine verletzenden Worte. Ich möchte, dass alle so glücklich sind, wie ich. Nun ja, das wird wohl nicht gehen, aber zumindest versuche ich durch meine Beträge zu erreichen, dass sich meine Leser besser fühlen, nachdenklich werden, sich selbst Wert schätzen, mal überlegen, was sie doch eigentlich alles haben und vor allem: was sie selbst bewirken können.

Es gibt kein Rezept für ein schönes Leben – das Schicksal macht einem doch immer mal wieder einen bösen Strich durch die Rechnung. Aber man kann zumindest versuchen, sein Leben in die richtigen Bahnen zu lenken. Sozusagen aktiv an der Gestaltung teilnehmen.

Ich habe ein paar „Richtlinien“, an die ich mich halte, vielleicht helfen sie euch auch weiter.

1.    An das Gute glauben
Da fallen emotionale Äußerungen, gerade bei Themen, die einem am Herzen liegen. Man fühlt sich schnell angegriffen bei etwas, für das man kämpft und das Gefühl hat, keiner versteht, worum es geht.
Hier unbedingt erst einmal durchatmen und freundlich nachfragen: war es wirklich so gemeint, wollte der Gegenüber wirklich verletzen? Vielleicht sind einfach zu viele Emotionen im Spiel. Die kann man entschärfen, indem man höflich und freundlich nachhakt. In den meisten Fällen klärt sich das Missverständnis.



2.    Positiv denken und formulieren
Das berühmte Glas ist halb voll oder halb leer. Gleich meinen ersten Punkt oben habe ich nachträglich umgeschrieben: vorher stand dort: „Nichts Böses denken“. Besser ist es, negative Worte zu vermeiden. Formuliert um und ihr werdet sehen, dass ihr positives Feedback bekommt.

Beispiel?
„Ich finde das so unfair“ - kann auch formuliert werden in: „Ich bin nicht glücklich damit“. „Heute war es schrecklich“ in „Heute war kein schöner Tag.“ Klar, es gibt so Tage, da hilft nichts, da muss man schlimme Wörter verwenden, aber in der Regel werdet ihr sehen, dass allein eine positive Formulierung schon manche Diskussion massiv entschärft.

Und positiv denken ist ebenfalls sehr wichtig: stellt euch bei einem bevorstehenden, wichtigen Termin vor, wie gut es laufen wird. Stellt euch vor, dass ihr erreicht, was ihr euch wünscht - dass ihr Glück haben werdet. Auch das ist erstaunlich effektiv.



3.    Freundlich kommt weiter
Zeigt euch hilfsbereit, nehmt Fragen und Anfragen und auch Kritik ernst. Antwortet sachlich und höflich und lasst euch auch bei ausfälligen Antworten nicht irriteren. Das lenkt jede Diskussion in die richtige Bahn. Jede.


4.    Fehler zugeben
Gebt ruhig auch mal zu, wenn ihr etwas falsch gemacht oder verstanden, oder nicht richtig reagiert habt. Jeder macht Fehler. Das ist keine Schande. Und es macht euch nur umso menschlicher und sympathischer.

5.    Dankbarkeit
Sagt auch mal „Danke“ – ganz schlicht und einfach. Für einen Gefallen, den euch jemand getan hat, ein Lob, eine gute Idee oder einen einfachen Hinweis, der euch weiter hilft. Danke ist so ein kleines Wort und bewirkt so viel. Und vor allem seid dankbar für alles, was ihr habt – auch wenn es noch so wenig, klein oder unbedeutend ist. 



6.    Lächeln
Ein Lächeln öffnet Türen, reißt Schranken ein, macht alles leichter. Probiert es einmal aus. Geht raus und lächelt die Menschen an, die euch entgegen kommen. Nickt ihnen freundlich zu. Natürlich gibt es ein paar sehr resistente Menschen, die total immun gegen ein Lächeln sind, aber ihr werdet sehen, dass der Großteil aller, die ihr trefft, mit einem Lächeln antwortet. Zugänglicher ist. Ein Lächeln macht einfach vieles leichter. 



7.    Geben und bekommen
Tut Dinge, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Macht anderen eine Freude, ein kleines Geschenk, helft ihnen, tut ihnen einen Gefallen, unterstützt sie … und erwartet nicht, dass ihr etwas dafür bekommt. Ihr bekommt etwas, sogar mehr, als ihr erwartet  – dessen könnt ihr euch sicher sein. Aber nur dann, wenn ihr aus freien Stücken und gerne gebt.  


Und zu guter Letzt:

8. Das Wesentliche
Konzetriert euch auf das Wesentliche. Verschwendet eure Zeit nicht damit, euch über andere aufzuregen. Zu schauen, was sie machen. Egal! Völlig egal, was sie denken oder tun! Ihr seid wichtig. Ihr und eure Liebsten. Verbringt eure Zeit mit ihnen und macht etwas wirklich schönes.
Denkt an die 8 :)


Das waren so eigentlich die wichtigsten Dinge, nach denen ich lebe. Die Ansätze, denen ich zumindest versuche zu folgen. Natürlich habe ich auch schlechte Tage, Tage, an denen ich grimmig aus dem Haus gehe, an denen ich nicht lächeln WILL. An denen ich nicht freundlich sein möchte und an denen ich auch empfindlicher bin, als sonst – und das auch zeige. 

Aber das sind nur wenige Tage. An den allermeisten bin ich sehr glücklich. Aber in mir ruhen, werde ich wohl nie :)

Liebe Grüße,
Ilka

Kommentare:

  1. Wow! Tolle Worte.... und danke das du mir das mal wieder ins Bewusstsein gerufen hast <3

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  2. Viele dieser Dinge werden schon brav befolgt. Für andere braucht meine Seele noch Zeit. Aber diese Zeit lehrt die Gelassenheit. Stück für Stück.
    Dicken hab dich lieb Kussi♡

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  3. Vielen Dank für diese Erinnerung an die wirklich wichtigen Dinge und wie man sie umsetzen kann, eigentlich kein Geheimnis aber manchmal gerät es doch in Vergessenheit.

    liebste grüße maria

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  4. Das hast du sehr sehr schön geschrieben, danke das ich die Gelegenheit habe das zu lesen.

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  5. liebe Ilka <3 ... hach ... das ist genau das was ich jetzt brauche :) ... <3 danke dafür!

    Liebst
    die nike

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