Freitag, 22. August 2014

Messenger - Ich liebe PNs

Ich liebe PNs.

Meine Töchter schicken mir sehr, sehr viele Nachrichten - sei es, weil es einfacher und schneller geht, die persönliche Überbringung der Nachrichten unangenehmer wäre, weil ich telefonisch nicht erreichbar bin oder ... einfach so.

PNs sind klasse und wie ich sie heute so durchgeschaut habe ... teilweise auch extrem erheiternd.
Ich präsentiere euch hier eine Auswahl meiner "Best of" ... wir decken damit eigentlich alle Themen ab.

Ich liebe PNs - und ich liebe meine Töchter, die sie schreiben.
Meine Beiträge sind übrigens grün, der Rest kommt nicht von mir. 
Und noch etwas: T9 ist tückisch ... Alex schrieb mir neulich: "Ich liebe Fisch!" 
Ich gebe zu, ich war wirklich kurz irritiert und habe überlegt, ob er mir einen Hinweis auf das Abendessen geben möchte ... aber ER ist ja derjenige, der bei uns kocht.

Viel Spaß beim Lesen. 

















Herrlich. Diese Nachrichten. Kriegt ihr auch sowas?

Dienstag, 19. August 2014

Oh. Sommerferien.

Dass wir Sommerferien haben spürt man daran, ... 
... dass sich die Parkplatzsituation in München schlagartig verbessert. 

Und wenn ich morgens zur Arbeit nur 15, anstatt 40 Minuten brauche. Je nach Wetter dauert es ja manchmal sogar länger als 40 Minuten – nicht, weil wir einen Meteoriteneinschlag oder ein Erdbeben hatten, nein. 
Es  reicht, dass es nach längerer Zeit mal wieder regnet oder der erste Schnee fällt, um 90% der Autofahrer zu hilflosen Fahranfängern zu machen.  


Meine Sommerferien beginnen damit, dass mir lässig das Zeugnis auf den Tisch geschleudert wird, während sich die Kinder schon die Kleidung vom Leib reißen, den Bikini anziehen und mit einem Sprung im Pool sind.
Das Wetter spielt dabei keine Rolle – hey, es sind Sommerferien! Da geht man schwimmen – egal ob es regnet oder nicht – denn es heisst doch SOMMER-Ferien? Und Sommer = Wasser = Schwimmen!


Gut, gegen diese Logik komme ich nicht an. Manchmal donnert und blitzt es, aber wie gesagt: Es sind Sommerferien. Da wird geschwommen! 

In den Sommerferien haben wir im Haus eine Fluktuation wie am Bahnhof. Das eine Kind fährt eine Woche Zelten, dafür kommen von dem anderen Kind für ein, zwei, drei Tage oder Wochen (oder gefühlte Jahre) Freundinnen zum Übernachten. Unser Haus ist ja ohnehin schon ständig voller Mädchen – aber in den Sommerferien bekommt der Begriff VIELE eine ganz neue Dimension. Viele sind dann sehr, sehr viele. Und ab und an traut sich auch mal der Cousin dazu.


 
Was sich für mich ändert? Überall liegen tonnenweise nasse Handtücher  herum, der Kühlschrank ist chronisch leer und ganz oben auf meinem Einkaufszettel steht groß  40x! … und dann folgen die Lebensmittel die sämtlich im alleralleralleruntersten Teil der Lebensmittelpyramide zu finden sind: Pommes, Pizza und Chips.
Ich liebe es, wenn das Haus voll ist und das Perfekte daran:  ich muss keinen Gast bespaßen oder bekochen, das erledigt sich von selbst. Meine Töchter backen, kochen und dekorieren und ich weise nur ab und an mal darauf hin, dass sie bitte schauen mögen, dass das Haus nicht abbrennt. 
„Neiiiin, Mamaaaa! Entspann dich mal! Hier, iss eine Waffel.“ 
Ich esse zwei Waffeln und kontrolliere trotzdem den Herd. (Aber unter uns -  wenn sie was können, dann Waffeln.)
 


Meine Töchter sind nach dem Schulstress gelöst, freuen sich und feiern (würde ich auch tun, bei SECHS Wochen Ferien!). Das Haus ist voll und es zahlt sich aus, dass wir so viele Kissen und Decken für Übernachtungsgäste haben. Ich gehöre ja zu den Müttern, die lieber 20 Kinder zu Gast haben, und dafür wissen, wo ihre Kinder sind.  

Ach so –  wir haben übrigens nicht nur menschliche Übernachtungsgäste … da sind auch noch zwei Jack Russel, die fünf Wochen Urlaub bei uns machen. Flasher und Luna (Gott steh mir bei).




Luna friert. Obwohl Sommer ist. Es sind Sommerferien, Luna! Da friert man nicht! Nunja,  sie hat das Prinzip nicht verstanden, scheint mir.

P.S.: Falls es jemanden interessiert ... mein perfekter persönlicher Sommerurlaub sähe ja so aus:



Dienstag, 12. August 2014

Schnörkel im Leben



Ich muss ja zugeben – die Sprache der Nähbegeisterten ist speziell. 

Da geht es um „Streichelstoffe“, „Schnittchen“, "Maschinchen" und „Nähwerke“ und die meisten sind „verzuckert“ oder sogar „verlüppt“. Und vieles „hüpft“ von der Maschine, das habe ich allerdings selbst noch nie erlebt, fände es aber phantastisch, wenn es so wäre.

Nun, ich mag´s ja am liebsten schlicht – in Wort- und Stoffwahl gleichermaßen.

Aber manchmal, manchmal gibt es Menschen, die einen mitreissen. So auch Ebbi von Ebbie & Floot, die so göttlich kommentiert mit *kreisch*, *gacker*, *gröhl*, *bibber* oder *hektischwink*.


Köstlich. Inzwischen erwische ich mich selbst dabei, wie ich fast in meinen Posts ein *aufgeregtluftzufächel*, ein *geschmeidigeinglasweinnachschenk* oder ein *beleidigtschnaub*, unterbringen will …

Herrlich, danke Ebbi – für die Schnörkel, die du einbringst.

Sonntag, 10. August 2014

Ehe … Seelen … Partner

Das Institut Ehe ist umstritten, das weiss ich, es gibt viele die sagen, man kann auch ohne Heiratsurkunde und Ehering wunderbar zusammenleben. Wie auch immer man sich entscheidet – man sollte füreinander da sein. Immer.

Ich bin seit 2011 zum zweiten Mal verheiratet. 


Durch meine großartigen Eltern wusste ich – es gibt jemanden – irgendwo - der einen in jeder Hinsicht perfekt ergänzt. Der einen unterstützt, der Mut macht, der einen so gut kennt dass er weiss, wann er den anderen ernst nehmen muss und wann er ihn auslachen darf, ohne verletzend zu sein. Der für einen da ist – und zwar Jahrzehntelang.

Aber hat man auch das Glück den anderen zu finden – bzw. ihn zu erkennen, wenn er vor einem steht?

Nach der Trennung von meinem ersten Mann, bei der ich mit zwei kleinen Kindern (3 und 5 Jahre alt) und ohne Job doch recht viel Zuversicht brauchte, hatte ich mir geschworen: nie wieder heiraten, nie wieder versuchen, es jemandem Recht zu machen, wenn man sich dafür verbiegen muss. Ich wollte meinen Töchtern zeigen, dass man immer eine Wahl hat. Dass man Situationen oder Lebensumstände nicht akzeptieren muss, nur weil es die Gesellschaft oder der Partner von einem erwarten oder sie enttäuscht sein könnten. Wenn man unglücklich ist, egal warum, dann darf man etwas daran ändern. Immer.

Der Weg war sicher nicht der leichteste, ich hätte durchaus sehr komfortabel weiterleben können. Aber dann wäre ich nicht ich. Ich habe keine Angst vor Herausforderungen und Veränderungen. Ich habe mit meinen Töchtern viel geredet, ihnen erklärt, warum ich diesen Schritt gegangen bin, damit sie sich keine Sorgen machen mussten. Und ihren Papa auch weiter toll finden konnten.
Das ist nicht leicht, wenn sie noch so klein sind. Das muss dann ganz simpel erklärt werden.

„Mama, warum magst du nicht mehr bei Papa wohnen?“
„Hm ... Schau mal, du hast doch bestimmt in deiner Kindergartengruppe jemanden, den du gerne magst, aber neben dem du nicht sitzen kannst, weil er dich einfach stört.“
„Oh ja! Da ist die Soundso! Die mag ich sehr gerne. Aber wenn ich neben ihr sitze, dann kann ich nicht malen, weil sie mir immer die Stifte wegnimmt und das macht mich traurig.“
„Ja, siehst du. Und so ist es bei Papa und mir. Papa ist toll, aber ich kann einfach nicht neben ihm sitzen.“
„Ah ok. Das verstehe ich!“
(Es ist ganz wichtig dass sie wissen, dass sie ihren Papa weiter so lieben dürfen wie bisher.)


Und dann habe ich mir einen Mops zugelegt, Henry. Ein langgehegter Wunsch - ein Hund, der gut ist für die Seele. Mit dem man zusammen alt werden kann. 

 
Ich lebte also als 35-jähriger Neusingle so ganz zufrieden mit meinen Töchtern, mit Henry und meinem neuen Halbtagsjob vor mich hin, bis eines Tages (ich war 36, um genau zu sein) durch Zufall dieser Mann vor mir stand.  Da war er nun plötzlich und mein Herz schlug so laut gegen meine Rippen, dass ich nicht hören konnte, was er sagte. 

Ein Querdenker, ein Ideologe, ein Zweifler, ein Kämpfer – liebevoll, anstrengend, fürsorglich, witzig, romantisch und gnadenlos realistisch. Ha. Und ich WUSSTE ES DOCH! Es gibt ihn – den zweiten, passenden Teil zu einem selbst. Manchmal dauert es nur einfach länger, bis er vor einem steht. 


Da sind wir nun – zusammen seit 2007 (damals noch jünger und mit mehr Haaren), verheiratet seit 2011 und ich sehe uns gemeinsam, geschmeidige 104 Jahre alt, sabbernd auf einer Bank vor unserem Haus (das wir noch nicht haben) sitzen und unseren Urenkeln beim Steine und Erde essen zusehen, während unsere Gespräche weiter so laufen, wie jetzt:

Ich: „Habe ich dir schon gesagt, dass ich es schön finde, mit dir alt zu werden? … Jedenfalls schöner, als mit mir alleine.“
Er: „Habe ich dir schon gesagt, dass ich es schöner finde das hören zu können, als taub zu sein?“


Ah, ich glaube wir sind jetzt schon wie die beiden Alten (Waldorf und Statler) in der Muppet-Show und ich freue mich unendlich auf die weiteren gemeinsamen 60 Jahre.

Und ja. Man muss nicht unglücklich sein. Man kann es ändern. Auch wenn der Weg zum Glück anstrengend ist. Man möchte niemanden verletzen oder Unrecht tun. Aber verdammt. Man hat vielleicht nur dieses eine Leben und das sollte man glücklich verbringen.

Es muss ja nicht immer eine Trennung sein. Aber man muss aussprechen können, was man denkt und fühlt. 

Der Weg zum Glück ist manchmal anstrengend, aber es gibt ihn.
Für all diejenigen also, die ihren Seelenpartner noch nicht gefunden haben: nicht aufgeben, er steht vielleicht morgen schon vor euch. Oder hinter euch – also auch umdrehen!

Mittwoch, 6. August 2014

„MEINE“ Menschen.




Ich habe das große Glück, besondere Menschen zu kennen.

Man findet sie nicht einfach so. Man muss sie suchen. Und dann muss man sie davon überzeugen, dass man ihr Freund sein darf. 

Besondere Menschen - richtige Freunde - sind nicht leicht zu erkennen, denn manche von ihnen können auf den ersten Eindruck unfreundlich sein. Oder vorsichtig. Oder (scheinbar) abweisend. Aber man muss dahinter schauen.

Menschen, die nur auf das Äußere oder auf oberflächliche Phrasen achten, verpassen daher eine Menge. 

Es gibt wunderschöne Menschen, Menschen, die gut reden können, die aber hinter ihrer Fassade leer sind. Und es gibt scheinbar gute Menschen, die aber in einer wirklich unangenehmen oder schwierigen Situation nicht für einen da sind, keine Zeit haben.

Und dann sind da die Menschen, die vielleicht auf den ersten Blick nicht gleich zugänglich sind, die einen nicht (direkt) an sich heranlassen – die vorsichtig sind, zögernd, erst einmal prophylaktisch unfreundlich. Und genau dort entdeckt man - hinter der Fassade - einen ganz ausserordentlich schönen, treuen Menschen.


Ich gebe euch ein paar Beispiele.

Mein Mann Alex ist grundsätzlich einmal gegen alles. 
„Wen sollen wir zu deiner Geburtstagsfeier einladen, Amor?“ 
„Caramia, ich habe keine Freunde.“ 
„Ja ich weiss, aber du hast mich. Ich bin dein Freund.“ 
„Ja, deswegen habe ich dich geheiratet.“  
„Ok, dann lade ich einfach mal ein paar Leute ein.“ 
„Mach das, Caramia.“
Gut, das war (wie immer von ihm) ironisch gemeint, denn er hat viele Freunde, aber es kommt der Sache sehr nahe, da er entweder jemanden so sehr mag, dass er sich für ihn seinen rechten Arm abhacken lassen würde, oder er mag ihn nicht und das war´s dann auch. Komplett. Er ist da radikal (ich bin anders, wäre aber gerne wie er).
 


Ich mag erst mal grundsätzlich (fast) jeden – und dann schaue ich weiter. Das macht es nicht leichter. In der Regel liege ich mit meinem Bauchgefühl richtig. Aber manchmal ist ein Mensch doch anders, als ich gedacht (gehofft) habe. Dann reagiere ich natürlich. Aber zunächst bin ich offen für alles, freue mich über jeden neuen Menschen in meinem Leben.

Das ist wohl der Unterschied zwischen Steinbock (Alex) und Wassermann (mir). Ich kann mich aber nicht ändern. Ich bin so – ich liebe Menschen.

Ich habe Freunde, die ich in den unmöglichsten Situationen kennen gelernt habe – oder über das Internet, oder die ich als Mitarbeiter in meiner ehemaligen PR-Agentur eingestellt habe … und die ich alle abgöttisch liebe. 

Ich jammere und dann ist da mein Dean der mir sagt: „Ach Ilka, bitte. Als ob du so alt wärst, wie du bist.“ Er hat in der PR-Agentur, die ich vor erbsünde hatte – ein PR-Praktikum gemacht und ist inzwischen Content Manager Games bei einem bekannten deutschen Spieleentwickler. Ein großartiger Mensch und ein begnadeter Sänger – bei seiner Stimme und seinen Texten gehe ich auf die Knie. Ihr hört sie hier.  

Meine Arbeitskollegin Sandra, die mich mit ihrem ultratrockenen Humor sofort aufheitert – die ich einfach nur toll finde und mit der ich noch einiges gemeinsam geplant habe.

Meine Freundinnen Tina und Kerstin, die wissen, dass ich NIE Zeit habe und deswegen einfach immer mal abends mit einer Flasche Wein vorbei kommen und sagen: "Ilka, mach den PC aus und lass uns quatschen. JETZT!" (Danke dafür, ihr Lieben!)


Ariane, mit der ich die PR-Agentur geführt habe und die sie seit Juni 2013 ohne mich genauso toll weiterführt – die meine Trauzeugin ist und die für mich alles stehen und liegen lassen würde – wie ich für sie.


Oder mein Schatz Karin – die sich - trotz eines Schicksalsschlages, den ich womöglich nicht überlebt hätte – um Tiere in Not kümmert und ein unendlich großes Herz voller Liebe hat. Schatz.


Oder Chris, Izela, Moni, Frauke, Nicole, Doreen, Dolly, Katharina, Kerstin und Daniela – die mich in jeder Situation auffangen, aufheitern, aufbauen und mir einfach nur gut tun.  Denn – ich gebe es offen zu – so frei ich auf andere zugehe, so sehr bin ich auch angreifbar und fassungslos, wenn Menschen an Punkten ansetzen, die einfach nur unfair sind. Aber dafür hat man Freunde. Die sich darüber aufregen. Einen unterstützen und aufbauen und zum Lachen bringen. (Danke, danke, danke euch!)


An dieser Stelle möchte ich auch meine beiden großen Töchter nennen. Ich glaube es gibt niemanden, der vehementer und blutiger für mich kämpfen würde, als sie. Ich bin so stolz auf sie, sie verteidigen mich, genauso wie ich sie verteidige (aktuell vor diversen Lehrern ... :). Ich bin unendlich dankbar für diese beiden, sehr, sehr besonderen Menschen.


Ja. Solche Menschen braucht man. Man muss sie finden (wollen) und man sieht sie nur, wenn man genau hinschaut. Man muss sie überzeugen, dass man ihr Freund sein darf.  

Schaut doch selbst mal genau, ob da nicht so ein besonderer Mensch in eurer Nähe ist, den ihr vielleicht noch nicht „gesehen“ habt. Er wird euch gut tun.