Dienstag, 30. September 2014

Schultern nach hinten und ... LÄCHELN!

Ein Foto ist eines der wichtigsten Sympathie- und Informationsträger.

Ob ihr nun eine Facebook-Seite oder einen Blog betreibt, ob ihr hobbymäßig näht oder gewerblich verkauft - auf die Fotos eurer Werke kommt es an.

Aber: bitte nicht irgendwelche Fotos. Nicht einfach etwas auf den Küchenboden legen, auf ein ungemachtes Bett, auf einen krümeligen Teppich und dann fotografieren. 

Nun gut, Ihr könnt das schon machen, es wird nur niemanden sehen wollen. Denn es ist nun einmal so: Krümel, Staub und ungemachte Betten haben wir alle selbst daheim - zur  Genüge. Das muss uns nicht auch noch morgens auf unserer Facebook-Timeline begrüßen. 
Das Auge möchte Urlaub machen, sich freuen und etwas Schönes sehen.

Jumper Floret von DinDin
Ok - hier nicht schön, aber unterhaltsam.

Es ist immer noch euer Werk, das ihr präsentiert. Aber mit dem richtigen Hintergrund, der richtigen Präsentation und ein wenig Bildbearbeitung macht ihr euren Fans eine Gaumen Augen-Freude und zollt gleichzeitig eurer Arbeit den Respekt, den sie verdient hat.

Ich zeige euch ein paar Beispiele.

Wir fangen an mit den Fotos am lebenden Objekt - zum Beispiel an euch selbst. Eine kurze Warnung vorweg: ich bin ungeschminkt und ungestyled und komme direkt von einem stressigen Bürotag nach Hause, wo mich dann schlecht gelaunte Pubertierende empfangen haben. Es würde also noch besser gehen - jetzt geht es hier aber mal nur um´s Prinzip :)

Nehmen wir an, ich hätte einen Pullover genäht und möchte ihn präsentieren.
Nun kann ich mich einfach fotografieren lassen und sagen - wieso lächeln, es geht nicht um mich, es geht um den Pullover. Das sähe dann so aus:


Und jetzt mal GANZ ehrlich ... wolltet ihr den Pullover haben?
Also ICH nicht.


Ich gehe jetzt einmal davon aus, das euch das Kleidungsstück, das ihr präsentieren wollt, auch selbst gefällt. Sonst würdet ihr es ja nicht zeigen wollen. Dann vergesst doch auch einfach mal darüber nachzudenken, ob vielleicht (in EUREN Augen) euer Bauch zu dick ist, ihr klein sein, oder zu groß oder zu dünn ... hey. Ihr seid ihr. Ihr seht toll aus, wenn ihr euch toll fühlt.Wenn ihr also etwas präsentieren möchtet, das euch selbst gefällt, dann bitteschön: Schultern zurück, Po nach hinten, Brust raus und ein kleines Lächeln (mehr war nach dem Tag heute leider nicht drin) schadet auch nicht und voilà:



Aha. Das sieht ja schon mal ganz anders aus.

Jetzt können wir noch diese herrliche, kostenlose Bildbearbeitung "PicMonkey" verwenden, legen ein paar Filter drüber und schreiben noch ... DEZENT (!) ... unser Label drauf und dann haben wir das:




So, nun sieht man, dass ich den Pullover ziemlich toll finde und mich sauwohl fühle.

Wie gesagt ... es geht noch viel besser (schminken, in die Kamera strahlen etc.), aber wenn ihr allein diese paar Dinge beachtet, dann könnt ihr innerhalb kürzester Zeit (die mir jetzt nur eben zur Verfügung stand) ein Bild präsentieren, das gerne gesehen wird (ähem ... hoffe ich).

Und noch etwas ... lasst Collagen mit zusätzlichen Herzchen, Schnörkeln, Sternenregen oder Blingblings weg. Das lenkt ab, das ist unruhig, das braucht keiner. Schlicht und einfach. Weniger ist mehr.


Ich hoffe sehr, dass die Foto-Profis unter meinen Freunden jetzt keinen Schreikrampf kriegen ... Isabelle, Susann, ich wollte nur die groben Basics erklären :) Vielleicht habt ihr noch ein paar Tipps mehr :)

Ach so und noch etwas ... Kinderfotografie.
Ich selber zeige nie das ganze Gesicht bei meiner Jüngsten (die Großen können das schon selbst entscheiden) und wer das auch nicht möchte hat viele Möglichkeiten, dies zu umgehen und trotzdem das genähte Kleidungsstück gut präsentieren zu können.

Das Kind kann nach unten schauen, es kann sich die Augen zuhalten oder notfalls kann man auch den Kopf "abschneiden". Trotzdem sieht das Bild schön aus. 

Schiebermütze Karl & Karlsson von lillemo
Hose Frida  - Shirt Raglanshirt - Stoff enemenemeins

Dann probiert jetzt mal selber aus, wie ihr euch und eure Werke präsentieren könnt ... ich bin gespannt. Und denkt dran: Schultern zurück, Po nach hinten, Brust raus und LÄCHELN!!!

Eure Ilka




Sonntag, 28. September 2014

Avaritia - Habgier ist nicht immer eine Sünde.

Ich habe noch nicht zu meinem neuesten Schnittmuster gebloggt, dabei gibt es so viel dazu zu erzählen!

Wo fange ich an? Am besten ganz von vorne. Und mit Erlaubnis meiner phantastischen Probenäherinnen darf ich auch einige Kommentare und Highlights aus unserem Probenähen hier veröffentlichen. Ihr werdet eure helle Freude haben - so wie ich, als ich inmitten von Schnittlinien und Tüllwolken saß und nur noch gehofft habe, dass der Schnitt so gut gefällt, wie ich es mir vorgestellt habe. Etwa acht Wochen - von der Gründung der Probenähgruppe bis hin zur Veröffentlichung des Schnittes ... das lässt einen zusammenwachsen.

Am Donnerstag wurde also eine neue erbsünde veröffentlicht: Avaritia 

Avaritia, ein eleganter Tellerrock, der im Rücken oder vorne seitlich mit einer Schleife gebunden werden kann. Das ebook enthält Schnittmuster und Anleitungen für den Tellerrock und den passenden Petticoat aus Tüll. Zusätzlich gibt es seitliche Eingriffstaschen und auch eine abgerundete Taillenpasse, die kleine Bäuchlein kaschiert. Und wie immer sind alle Schritte so detailliert beschrieben, dass auch der blutigste Nähanfänger eine Avaritia nähen kann.

Der Schnitt wurde diesmal nach der Sünde Habgier benannt und der Name passt ganz hervorragend, denn wenn man anfängt für den Schnitt nach Stoffen und Tüll zu suchen, verfällt man in einen Rausch. Man will nur noch haben, haben, haben.


Wie immer hatte ich eine phantastische Probenähgruppe - aber dieses Probenähen war eine echte Herausforderung.





Meine Probenäherinnen waren teilweise skeptisch, ob ihnen ein Petticoat-Rock überhaupt stehen würde, viele hatten noch nie vorher Tüll vernäht. Und dann brauchte man gleich so viel Material ... bis zu 3 Meter Webware und 4 Meter Tüll.


Herrlich waren auch die Kommentare der Ehemänner zu den Stofflieferungen ...


Auf meine Bitte hin haben sie sich todesmutig in Stoffmassen und Tüllwolken geworfen.



Und wie groß war die Freude, als alle feststellten, dass sie den Tüll bezwungen hatten, es gar nicht so schlimm war, sie zwar teilweise keine Freunde werden würden, aber sie in der Avaritia  nicht nur umwerfend aussehen, sondern sich auch noch fühlen, wie Prinzessinnen. 


Die Bilder, die entstanden sind, sind überwältigend. Ihr habt sie ja schon hier gesehen. Alle haben sich etwas einfallen lassen, sind teilweise zu passenden Locations gefahren, haben sich ein Thema überlegt, in dessen Rahmen sie ihre Avaritia präsentieren. 

Ich bin noch immer ganz überwältigt, wenn ich die Bilder ansehe.  

Mädels, mit euch jederzeit wieder, es war mir ein Fest.
Ihr wart so mutig und habt mich so toll unterstützt und ich bin heilfroh, dass der Schnitt dann am Ende auch so gesessen hat, dass all eure Mühen belohnt wurden. 




Ganz besonders habe ich mich darüber gefreut, dass ihr in sämtlichen Konfektionsgrößen - von 34 bis 58 - bewiesen habt, wie unverschämt weiblich man in der Avaritia aussehen kann, und dass ein Tüllrock durchaus alltagstauglich ist bzw. auf jedem Fest getragen werden kann.

Ich danke euch tausendfach!


Wenn Ihr meine Tüllköniginnen kennen lernen möchtet - wenn ihr wissen wollt, wer mich beim Probenähen unterstützt hat, klickt hier

Liebe Grüße,
Ilka






Donnerstag, 4. September 2014

erbsünde Tutorial - Polier dein Karma auf

Ihr Lieben!


Ich bekam in den letzten Wochen so viele Nachrichten mit der Bitte um Motivation, um Unterstützung, um Zuspruch. Ihr seid nicht allein, es geht im Moment fast allen so.

In der Regel bin ich ein sehr rationaler und pragmatischer Mensch. Ich finde Lösungen für Probleme, ich ändere Situationen, die mir nicht gut tun. Aber manchmal komme auch ich an meine Grenzen und brauche Unterstützung. Und jetzt  - sorry - wird dieser Blogpost so RICHTIG esotherisch - also nur weiter lesen, wenn ihr nicht allergisch dagegen seid.

Die Zeiten sind hart ... auch bei mir. Ich habe zwei Coaches, denen ich wahnsinnig viel verdanke. Die mich beraten, unterstützen und aufbauen und immer für mich da sind. Ich lache nicht immer.


Denkt darüber nach, ob ihr glücklich seid mit der aktuellen Situation, oder ob ihr einen anderen Weg einschlagen wollt, etwas neues ausprobiert.
NICHT STEHEN BLEIBEN - NICHT AUFGEBEN!

Generell schleppen wir aber schon furchtbar viel Ballast mit uns herum, den wir erst einmal loswerden müssen, um neue Kraft zu schöpfen.

Daher kommt jetzt das "Free Tutorial", wie ihr euer Karma aufpolieren könnt.

Benötigtes Material:
  • Dusche oder Badewanne
  • Heisses Wasser
  • Zeit
Poliere dein Karma:




Stell dich unter die Dusche und stell das Wasser so heiss ein, wie es dir angenehm ist.
Lass es dirüber den Kopf und den ganzen Körper fließen und stell dir vor, wie das Wasser alle Schlacken, alles Belastende, alles Schwere aus deinem Körper herauswäscht - wie es durch deine Schädeldecke, durch deine Haut fließt, um die Knochen, Adern, Muskeln, Sehnen und Organe herum. Stellt es dir richtig deutlich vor und nimm dir die Zeit, bis das Wasser komplett durch dich hindurchgeflossen ist und alles herausgewaschen hat, was dich belastet, bremst und stört. Manchmal merkt man, dass an einer Stelle ein Klumpen sitzt, der sich nicht so leicht wegspülen lässt ... lass das Wasser dort besonders lange fließen, bis er sich löst.

Creme dir ein dickes Fell:




Trockne dich gut ab. Anschließend nimmst du eine duftende Körperlotion oder Creme und cremst deinen ganzen Körper ein. Mein Favorit ist aus Frankreich und duftet (für mich) zum Niederknien.
Hast du noch nicht die richtige Creme - du weisst, was ich meine ... so eine, an der man schnuppert und bei der man dann automatisch vor Wonne die Augen schließt - dann kauf dir morgen eine. Vielleicht musst du ein bisschen suchen, aber du wirst sie finden.
Mit dieser Creme cremst du dich komplett ein. Von den Zehen bis hoch zum Hals - hinter den Ohren, zwischen den Fingern und Zehen.

Und jetzt schlüpfst du in ein ganz frisches Nachthemd/T-Shirt/Pyjama ... in idealerweise frische Bettwäsche. Und wenn du am nächsten Tag aufwachst, ist dein frisch aufpoliertes Karma mit dem dicken Fell einsatzbereit. Komme was wolle. 

Pflege:

Dein neues Fell braucht ein wenig Pflege ... lass alles Unangenehme daran abprallen und erneuere es etwa alle 4 Wochen. Lache viel (dann hält das dicke Fell länger). Wenn du merkst, dass es früher dünner wird, wiederhole die Prozedur wann immer du magst.
Und poliere dein Karma regelmäßig.

Ich drücke euch ganz ganz fest.
Alles wird gut, es dauert noch ein wenig. Aber wir schaffen das.

Kuss, Eure Ilka

P.S.: Wenn ihr Interesse den den Kontaktadressen meiner Coaches habt (Astrologisch und Heilerisch), dann schreibt mir gerne eine mail an mail@erbsuende.com