Dienstag, 24. November 2015

Überraschung!


... eine Liebeserklärung an alle neuen Menschen. Und besonders an meine.

Man ist schwanger und erwartet ein Baby. Ganz gleich ob Junge oder Mädchen weiss man niemals, was auf einen zukommt. Und vor allem WER!


Was mich immer am meisten interessiert hat war: Wie sieht es aus? Wie und wer wird es sein?


Ich habe ja - wie  ihr nun inzwischen wisst - drei Töchter.
Und sie könnten unterschiedlicher nicht sein.

Die erste war vom ersten Moment an laut, aktiv, fordernd, dagegen. Aber auch immer dabei, immer zur Stelle, wenn jemand Hilfe braucht, meine größte Unterstützerin, aber auch meine stärkste Kritikerin, ein starker Mensch der ganz klar sagt, wenn etwas nicht passt. Eine Kämpferin.

Die zweite sanft, leise, lächelnd, zurückhaltend, nachsichtig, generell passt alles für sie. Aber wehe, es werden gewisse Grenzen überschritten, dann kann auch sie sehr wütend werden. Ihre Familie, ihre Freunde können sich auf sie verlassen. Sie ist da, sie kämpft für Freundschaft, Ehrlichkeit, sie baut auf und tut gut. Eine Vermittlerin.

Und schließlich die dritte ... unglaublich entspannt, genießend, fröhlich und mit sich selbst zufrieden. Mit viel Charme lenkt sie Situation so, dass alle glücklich sind. Wird es für sie unangenehm, dann lächelt sie und gibt nach. Um danach noch mehr Freiraum zu haben für etwas, was ihr wirklich wichtig ist. Sehr weise. Eine alte Seele.

Interessanterweise ist es so, dass ich bei meiner ersten Tochter während der Schwangerschaft nur geschlafen habe. Warum? Weil ich es konnte. Ich habe damals nicht gearbeitet, hatte keine Termine, keine Verpflichtungen. Ich habe mich ausgeruht, bin spazieren gegangen und habe mich ganz auf das "Brüten" konzentriert. Und ausgerechnet dieses Kind ist mit einer Energie ausgestattet, die mich anfangs an meine Grenzen gebracht hat. Inzwischen - mit 16 Jahren - hat sich das gelegt. Sie ist immer noch diejenige mit der meisten Power in unserer Familie, aber sie lenkt sie inzwischen selbst in die richtigen Bahnen. Aber eigentlich kein Kind für Anfänger!

Und das Kind, bei dem ich den größten Stress hatte während der Schwangerschaft, von Termin zu Termin gehetzt bin, sorgenvoll zu Veranstaltungen fliegen musste, nicht schlafen konnte, weil ich so ein schlechtes Gewissen hatte, nie zur Ruhe gekommen bin und die Schwangerschaft überhaupt nicht genießen konnte ... dieses Kind ist der entspannteste Mensch, dem ich in meinem bisherigen Leben jemals begegnet bin. 

Überraschung!

Du bist schwanger und bekommst ein Baby? Mach dir keinen Stress. Das Kind wird, wie es wird.
Es wird zu dem Menschen, der es von dem Moment an ist, in dem die Zellen anfangen, sich zu teilen. Es wird zu dem Menschen, der es sein soll und vielleicht auch sein will. Oder den du brauchst ... als kosmische Herausforderung.


Es wird zu deinem Gegenpol, der dich provoziert, der deine Aufgabe sein soll. Der dir zeigt, was wichtig ist im Leben.

Und ganz gleich, welche Aufgabe er dir stellt - dein neuer Mensch - du wirst ihm gerecht werden. Einfach nur mit ganz viel Liebe und dem Wissen, dass jeder so ist, wie er ist. Vom ersten Augenblick an. 

Und schaut, was aus dem Baby wird, das anfangs nur schreit, dagegen ist und gar nichts mag: ein wundervoller, hilfsbereiter, zwar immer noch kämpferischer (und das ist auch gut so!) aber sehr glücklicher, starker und mutiger Mensch. 

 Mit viel Liebe.



 

Donnerstag, 22. Oktober 2015

"C´est la fuck" ... Neues Plottermotiv von erbsünde für euch!

Eigentlich heisst es ja/sagt man "C´est la vie". 
Das Leben ist schön - life ist beautiful - aber manchmal läuft es nicht so ganz geschmeidig. Und dann passt:

ebook: Acedia von erbsünde
Diesmal kam in meiner Plottertestgruppe der Wunsch nach einem Statement auf. Einem direkten, knackigen, das es auf den Punkt bringt. ... et voilà!
Den Satz in der Form gibt es nicht. Die Kombination der Wörter auch nicht. Er ist einfach frei erfunden ohne Anspruch an Richtigkeit. Für viele hat er vielleicht keinerlei Bedeutung, manche jedoch erkennen, was gemeint ist.


Die ist, was meine Probeplotterinnen mit dem Plot verbinden.


Dominique: "C´est la vie" - so ist das Leben - "C`est la fuck" – das Leben kann auch richtig bescheuert sein. Es gibt Tage da sitzt man im Büro und es läuft alles schief. Und nach diesem echt miserablen Tag geht man nach Hause und bringt die schlechte Stimmung mit. Natürlich gibt es dann zu Hause auch Zoff! Und dann denkt man sich einfach nur: "C´est la fuck" – das war heut nicht mein Tag. Aber morgen kann es einfach nur besser werden. Wenn man dann an solchen Tagen noch auf einen Geburtstag oder eine Party geht, dann ist man wenigstens gleich richtig angezogen :)

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ebook: Acedia
Isabelle: "c´est la fuck" - das Leben ist kein Zuckerschlecken, jeder hat mal Tage an denen man mit sich und der Welt nicht zufrieden ist. Ich finde das Statement steht einfach für genau diese Tage an denen man an Stärke dazugewinnt und lernt darüber hinweg zu schauen um die nächsten Tage wieder richtig geniessen zu können.

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ebook: Acedia
Mandy: "c'est la fuck", für manche vielleicht zu speziell, für mich aber trifft es den Nagel auf den Kopf. Es gibt Tage an denen einfach alles schief läuft und nichts gelingen will. Es scheint als wäre die Welt gegen einen. Dieses Gefühl dürfte jeder kennen, aber die Gesellschaft akzeptiert dies eigentlich gar nicht. Jeder möchte nur gut gelaunte Menschen treffen, auf ein "wie geht's dir?" will jeder nur ein "gut" hören. Aber wieso sollte man sich verstecken!? Das drückt für mich c'est la fuck aus! Einfach dazu stehen, dass gerade alles Scheiße ist. Für mich hat das nichts mit depressiv zu tun, sondern einfach, dass man annimmt, was gerade so abläuft und dennoch versucht, erhobenen Hauptes weiter zu gehen und die schlechten Tage mit positiver Energie zu durchkämpfen! 

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Nina: Ich wurde erzogen immer nett und freundlich zu sein. Immer postitiv denken, dann wird alles gleich viel besser. Es stimmt: postive Gedanken bringen einen vorwärts, geben Energie und puschen. Aber was ich noch gelernt habe ist: Man muss seine Gefühle - egal ob positiv oder negativ - annehmen. Denn wir sind Menschen und tragen beides in uns (sonst wären wir längst aufgestiegene Seelen). Nur wenn man auch Negatives erkennt, kann man es loslassen und es vergiftet einen nicht. Dafür steht für mich "c'est la fuck". Kurz und knackig ausgesprochen und dann ist auch gut, und es geht am nächsten Tag voller positiver Energie weiter. 

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Barbie: Ihr kennt diese Momente, wo einfach alles schief geht und man sich denkt "Wieso immer ich?" Ich habe des öfteren solche Momente und würde mich dann am liebsten einfach nur unter einer Decke vergraben. Da kam mir das neue Plottmotiv von der lieben Ilka von erbsünde gerade recht. Wieso denn vergraben, wenn man der Welt  ein "c'est la fuck " schenken kann und sich damit einfach besser fühlt. Ich trage dieses Statement nun auf einem Leinbeutel durch die Gegend und fühle mich gut damit.
  
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Natascha
Die Datei gibt es ab sofort im erbsünde Shop für eine Weile zum Statementeinführungspreis von 2,00 EUR in vier verschiedenen Schriftarten. 

Und falls ihr noch nach einer "Plotterfläche" sucht: Das ebook Acedia - ein gemütlicher Chill Pullover - eignet sich hervorragend und ist jetzt ebenfalls für eine Weile zum Beplottungssonderpreis im Shop erhältlich. 

Fertige Bügelbilder gibt es wie immer exklusiv bei Fadenhase.

Anita
 

Freitag, 18. September 2015

Jetzt sind wir mal streng. Oder: die perfekte Kindererziehung.

Allein Kinder ins Bett zu bringen ist ja schon eine Wissenschaft für sich.

Es gibt Mütter, die es tatsächlich so gut haben, dass sie ihre Kinder einfach nur hinlegen und sie entschlummern friedlich bis zum nächsten Aufwachen. 

Und dann gibt es mich.

Kinder stehen nachts oft und gern auf. Die Großen nicht mehr (Teenager sind ja glaube ich nachts im Komaschlaf), aber Ein- bis Dreijährige sind viel unterwegs. 

Ich bin ja nun keine Neumutter - sprich, meine erste Tochter wurde geboren als ich 28 war, bei meiner dritten war ich 41. Aber beim ersten Kind treibt man recht hilftlos dahin - dümpelt zwischen supertollen Ratschlägen anderer, Buchempfehlungen oder online Ratschlägen herum ... bis man dann endlich als erfahrene Zweit-, Dritt- oder Viertmutter weiss, was man selbst und auch die Kinder wirklich wollen.

Nämlich ganz schlicht und einfach: NÄHE.

Habe ich bei meiner ersten Tochter damals noch das heiss empfohlene Buch "Jedes Kind kann verdammt noch mal schlafen lernen und wenn es das letzte ist, was ihr gemeinsam macht" angetestet (Schatz verzeih mir, einmal Haare abrasieren hast du gut), so bin ich bei meiner dritten Tochter nach meinem Bauchgefühl gegangen. Und das war richtig. Einfach nur schön.
Wenn ihr euch jetzt fragt: meine zweite hat einfach so geschlafen. Da hab ich gar nichts machen müssen, die Süße.

Bei Kind Nr. 3 war der Ablauf: Kind ins Bett legen, es schläft, wacht auf, weint, ich trage es herum, bin wahnsinnig müde, mein Mund trocken vom Kinderlieder vorsingen, in meinem Kopf zähl ich die verbleibenden Schlafstunden nach, werden immer nervöser und schließlich: wir gehen in mein Bett und schlafen glücklich ein und durch.

Nach dem dritten Mal gehen wir gleich von Punkt 4 auf 10.


Das Gute ist: die Kinder, die ich in meinem nächsten Leben bekomme, können sich schon richtig freuen. Wir werden eine rundum geschmeidige Zeit haben. 

Und noch eine kurze Entwarnung für diejenigen, die ihre eheliche Privatsphäre gefährdet sehen: Keine Sorge! Nicht nur, dass es spannende Ausweichorte für Begegnungen gibt - es gibt auch andere Zeitfenster und Möglichkeiten, z.B. das Kind umzubetten, weil es einfach total tiefenentspannt schläft.

Tatsache ist: Das erste Kind führt einen in ungeahnte Welten. Man ist unsicher, hat keinerlei Erfahrungswerte. Von jeder Seite bekommt man mehr oder minder überzeugende oder auch andere  Erziehungsvorschläge, die einem teilweise - kommen sie auch noch von den eigenen Eltern - das Blut in den Adern gefrieren lassen. Man will alles richtig machen. Total professionell und total pädagogisch.

Das Ergebnis ist jedoch unbefriedigend und überhaupt muss man ja selbst mit alledem leben - oder die Nächte verbringen - wozu also überhaupt jemand anderen fragen, was das beste ist?

So. Und da werde ich - mit geschmeidigen 41 zum dritten Mal Mutter und plötzlich - plötzlich ist mir alles so SONNENKLAR. Sicher liegt es nicht an einer plötzlichen Eingebung sondern einfach nur daran, dass ich denke: lass mal laufen. Wir nehmen das alles jetzt einfach so, wie es kommt. Das Baby weint? Ich hab sicher keine Lust irgendwelche wochenlangen Trainings am Bettchen durchzuführen, bis es aufgibt. Oder ich. Wir wollen beide glücklich sein. 

Ich glaube, ich habe noch nie im Leben ein Kind so entspannt bekommen. Und genau dieses kleine Mädchen ist mein entspanntestes Kind. Manchmal möchte sie bei uns einschlafen und später tragen wir sie in ihr Bett. Manchmal wacht sie auf wegen ... ihr wisst schon ... "Monstern", dann kommt sie zu uns und schläft dort weiter.


Und immer öfter schläft sie direkt bei sich im Bett ein und ich muss sie morgens für den Kindergarten sogar wecken.

Und versteht mich nicht falsch - ich erlaube beileibe nicht alles. Wenn ich sage nein, ist das ein nein. Aber Kinder brauchen Nähe. Und meine Jüngste ist durch die Gesamtsituation so entspannt, so glücklich rundum, fühlt sich so aufgefangen, so verstanden, dass sie locker ein nein akzeptiert, wenn sie etwas nicht darf. Sie versteht das. Weil ich sie auch verstehe.

Also: Nähe zulassen. Nachts muss es keine Regeln geben.

Verdammt. Man sollte gleich das dritte Kind kriegen.
Und: schade, dass ich mit 44 schon zu alt bin für weitere Kinder - ich wäre grad so gut drin. 







Dienstag, 14. Juli 2015

Karma, Baby!

Karma ist ... ja, was ist das?


Viele können mit dem Begriff vielleicht gar nicht so viel anfangen, einige haben noch gar nicht darüber nachgedacht ... denn sonst würde manches anders laufen. Geschmeidiger. Gerader. Ehrlicher. Doof wär das, ... für manche. Aber eigentlich besser für alle.


Ich zitiere Wikipedia (auszugsweise):
Karma (Pali: kamma „Wirken, Tat“) bezeichnet ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat.

Ihr Lieben, ich hatte in der letzten Zeit einiges um die Ohren, habe einiges gesehen oder gelesen, was ich lieber nicht gesehen hätte ... und glaube jetzt einfach weiter fest an das Karma. 
An ausgleichende Gerechtigkeit. An den Erfolg harter Arbeit,Ehrlichkeit, Geradlinigkeit und Treue zu sich selbst.

Und was soll ich sagen? Bisher hat es sich bewährt - auch wenn man ein wenig Geduld beweisen muss. Das Karma gibt es doch.


Und wenn es ab und an um mich herum mal wieder etwas heftig wird, dann hilft die bewährte Karma-Dusche, um darüber hinwegsehen zu können, ohne Stellung nehmen zu müssen, ohne sich irritieren zu lassen. Ommmm.


Tut etwas Gutes, und es kommt zu euch zurück. Ganz gleich, ob ihr eine "Konkurrentin" lobt, jemand Fremden anlächelt, etwas verschenkt, jemandem helft, etwas lobt oder auch einfach gar nichts sagt, wenn ihr nichts Gutes zu sagen habt.

Für die, die wie ich an das Karma glauben, gibt es sofort die erbsünde Plotterdatei - "Karma Baby!" in vier Schriften im erbsünde Shop. Damit könnt ihr eure Einstellung demonstrieren. Wer ein bereits fertiges Motiv zum Aufbügeln haben möchte, bekommt diese exklusiv im Fadenhase-Shop.

Postet ein Bild vom erbsünde-Plot "Karma Baby!" auf eurem Shirt, Rock, Pulli, Kleid, einer Tasche, eurer Fußmatte, eurem Briefkasten etc. mit dem Hashtag #erbsuendekarma und zeigt, dass ihr auch an das Karma glaubt.


Es ist Karma.

Baby!



Ich danke euch!

Samstag, 6. Juni 2015

Levitas-Probenähen. Oh lala.

Das Probenähen zu meinem neuesten Schnittmuster Levitas war so "anders", so lustig, dass ich euch dazu einen separaten Blogbeitrag versprochen habe.



Los ging es am 3. April mit meiner Frage, wer von meinen Probenähern denn Lust hätte, eine unisex Boxer mitzunähen. Die Antworten gingen von "Super, bin dabei!" bis hin zu "Hm, generell gern, aber ich weiss nicht, ob ich ein Foto liefern kann...".
Ich habe gleich vorweg geschickt, dass sich keiner in den Shorts fotografieren muss, ich brauchte Feedback zu den Größen und dem Sitz und Produktfotos würden reichen. Es stellte sich jedoch ziemlich bald heraus, dass Tragebilder kein Problem waren.

Die Gruppe war schnell zusammen gestellt und ich habe auch diesmal ein paar "Neue" mit reingenommen, die ich mir jedes Mal ins Team hole.

Am 16. April war der Schnitt dann fertig digitalisiert und es konnte losgehen. Und tat es dann auch ... richtig. 


Nachdem die ersten Mädels für sich selbst Hosen genäht hatten, kamen die Männer an die Reihe. Und dann ging es rund. Wir saßen begeistert vor dem Bildschirm (kreischend vor Lachen, sabbernd ... hocherfreut). 


10 Tage nach Start der Probenähphase wurde der Projektname "Es" geboren.



Und nun gab es kein Halten mehr. 


Aber die Mädels standen den Männern in nichts nach.

 

Und dieses Foto bildete schließlich den krönenden Abschluss - Leni hat sich selbst übertroffen. 


Dies war nur ein kleiner Ausschnitt ... ich würde euch gern noch mehr zeigen, aber das würde hier den Rahmen sprengen. 

Am 3. Juni ging die Levitas dann online. 

Ich danke meinen Probenähern von ganzem Herzen. Das Probenähen war wundervoll und hat so viel  Spaß gemacht! Und wir sehen uns auch ganz bald wieder, denn der nächste Schnitt steht bereit. 

Meine Probenäherinnen haben für euch ebenfalls Blogbeiträge geschrieben - wie sie das Probenähen fanden, welche Schwierigkeiten sie hatten. Wenn Ihr mögt, besucht sie mal, es lohnt sich!

IRONneedle
Made by Chaosworld
Wer alle Probenähergebnisse sehen möchte, besucht die Galerie.  
Die Liste meiner wunderbaren Levitas-Probenäher findet ihr hier.

Freitag, 29. Mai 2015

Lasst euren Teppich in Frieden (auf dem Boden) ruhen. DAS ist sein Job.

Ein  kurzer Tipp zwischendurch für diejenigen unter euch, die selbst nähen oder Tutorials schreiben. Es geht mir um Fotohintergründe.

Zur Präsentation von Kleidungsstücken sind natürlich Tragebilder am Schönsten und Wirkungsvollsten. 

Keine Frage.

Herzdame - Fred von Soho

Kleid Fidelia - erbsündchen
Leider hat man aber man hat nicht immer die Möglichkeit, Tragebilder zu machen. Sei es, weil das Wetter nicht mitspielt, man keine freie Wand im Haus hat, oder sich das Modell weigert.


Wer aber einen Blog oder eine Seite betreibt - wenn auch nur als Hobby und nicht gewerblich - sollte seine Werke trotzdem ansprechend präsentieren. 

Legt das Kleidungsstück bitte nicht einfach auf den Teppich oder das Bett. 
Hier seht ihr unseren Wohnzimmerteppich. Frisch gesaugt, flauschig - und ich mag ihn auch sehr ... er ist aus Wolle, weich und total kuschelig. Aber als Fotohintergrund uncool.  

Rock Mini Invidia - erbsündchen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Präsentation, ohne die Bodenbeläge bemühen zu müssen - es ist gar nicht so schwer und muss nicht teuer sein:

1. Ein wirklich schöner, charakteristischer Hintergrund
Ich habe jahrelang Kleidungsstücke auf unserem Gartentisch fotografiert. Herr erbsünde hatte ihn vor ein paar Jahren selbst gebaut und über die Jahreszeiten hinweg hat er (also der Tisch) eine wunderbare Patina bekommmen - ich mag den Shabby-Look. Leider wurde er (immer noch der Tisch) inzwischen entsorgt, eignete sich aber hervorragend zum Fotografieren. Vielleicht habt ihr auch so einen Tisch? Oder eine Bank? Oder einen Steg? Eine alte Tür oder ein breites Holzbrett?

Autositz-Decke Harmonia - Lasari Design

2. Ein Fotohintergrund
Die teurere aber natürlich sehr professionelle Variante ist ein Fotohintergrund. Hier kann man sowohl das Modell, als auch das Produkt für sich allein fotografieren. Nach der Fotosession wird der Hintergrund aufgerollt und in die Ecke gestellt. 

Rock: Mini Invidia - erbsündchen
Fotohintergrund: Maveluno Prints

3. Ein weisser Karton
Die kostengünstigste und raumsparendste Variante ist ein simpler, weisser Karton in Größe A1 oder A0. Nicht spannend, aber er bringt es auf den Punkt. Ihr kriegt ihn im Bastelshop oder online und könnt darauf eure Werk ganz schlicht präsentieren oder auch ganz wunderbar Tutorials fotografieren. Wenn ihr fertig seid, rollt den Karton zusammen und verstaut ihn im Schrank.

Gamaschensöckchen aus dem ebook "Novo" - erbsündchen

Gamaschensöckchen aus dem ebook "Novo" - erbsündchen
Aus der Anleitung zum Pucksack - ebook "Novo" erbsündchen

Der Hintergrund ist schlicht und lenkt in keinster Weise vom zu präsentierenden Werk ab. 

Vergleichen wir also mit dem Anfang, so seht ihr den Unterschied. Entscheidet selbst.


Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig Inspiration bieten. 

Eine sehr gute Investition ist übrigens eine zusätzliche Studiolampe. Diese gibt es schon sehr günstig bei Auktionsplattformen und sie leuchten euer Projekt optimal aus - unabhängig von der Jahreszeit, dem Stand der Sonne und der Helligkeit eurer Wohnung.


Ganz liebe Grüße,
Ilka



Mittwoch, 6. Mai 2015

Verlosungen ... oder ... Ich möchte auf Facebook sichtbarer werden

Ich habe eigentlich schon viel zu lange mit diesem Post gewartet, aber nun ist es höchste Zeit, Aufklärung zu betreiben. 

Und ich entschuldige mich auch vorweg - ein langer Post ohne Fotos ... aber dafür (hoffentlich) informativ für euch.

Ich bekomme täglich zwischen 10 und 20 Anfragen, ob ich eine Verlosung sponsoren würde. Das ist auch völlig in Ordnung. Ich freue mich über euer Interesse und ich habe auch so angefangen. Kooperationen sind wichtig und um weiter zu kommen, muss man fragen. Der folgende Text hat auch nichts damit zu tun - also unabhängig davon: wenn ihr eine Kooperation wünscht, fragt bei den entsprechenden Firmen oder Labels nach.

Ich selbst unterstütze derzeit nur Aktionen meiner Probenäher (inzwischen über 150), bei denen ich mich auf diese Weise für ihr Engangement für erbsünde bedanken kann. Alles mehr wird einfach zu viel. Und ich teile sie dann auch nicht auf meiner Seite. Nicht, weil ich überheblich bin, sondern weil es sonst auf der erbsünde-Chronik nur noch Verlosungen gäbe und das würde euch wahrscheinlich alle mehr als langweilen.

Aber warum mache ich nicht jede Verlosung mit? Warum rege ich mich nicht mit der Gemeinschaft darüber auf, dass Facebook die Sichtbarkeit einschränkt? Warum finde ich Riesenverlosungsaktionen nicht toll?

Fakt ist.
Facebook ist eine kostenlose Plattform. Im Gegensatz zu vielen anderen können hier nicht nur Privatleute, sondern auch Kleinunternehmen und Firmen völlig kostenlos eine Präsenz einrichten. 
Aber jedem, der ein wenig Geschäftssinn hat muss irgendwo klar sein, dass sich das Ganze finanzieren muss bzw. Facebook auch Gewinn machen möchte. 

Ich lese täglich Aufschreie "Oh mein Gott, Facebook schränkt die Reichweite ein!" 
Aber wie bitte soll das Ganze denn sonst funktionieren? Facebook ist kein Wohltätigkeitsverein. Nimmt denn eine Tageszeitung oder eine Zeitschrift ganz kostenlos Werbung von euch auf? Bietet euch eine Plattform und sagt: Hey - ich unterstütze dich, ich präsentiere dich, du musst mir dafür nichts geben!?

Nein. Facebook ist eine (sehr, sehr große und effektive) Plattform. Eine faire, wie ich finde, denn man kann sie kostenlos nutzen - auch gewerblich. 

Aber was kann man tun, wenn man nicht mehr an erster Stelle in der Chronik seiner Fans erscheint?

1. Einen Beitrag bewerben.
Klingt zunächst total blöde, man muss ja Geld ausgeben, aber.
Wenn ihr ein Gewerbe angemeldet habt, dann könnt ihr die Facebook-Werbung absetzen (steuerlich geltend machen). Und: Das Bewerben von Beiträgen ist nicht einmal teuer, ihr könnt zum Beispiel drei Tage lang einen Post für ein Tagesbudget von 3,00 EUR bewerben (das macht 9,00 EUR) und ihr werdet wieder mehr gesehen. Dreimal im Jahr habt ihr nur 27,00 EUR für éine wirklich effektive Marketingmaßnahme ausgegeben. Natürlich ist es umso effektiver, je mehr man investiert, aber auch kleine Beträge bringen schon etwas.

Ihr wollt nicht bezahlen?
Dann gibt es noch eine weitere (bessere) Möglichkeit.

2. Interessante Beiträge
Postet etwas Interessantes. Etwas, was geteilt wird weil es lustig ist, nachdenklich macht oder einfach fröhlich und glücklich stimmt ... eine tolle Idee, Vorschläge oder fragt eure Follower nach ihrer Meinung. Zeigt euch, eure Werke, euren Tag. aber lasst euch etwas einfallen. Seid anders. Spannend.
Was nicht zu einer wachsenden Reichweite beiträgt sind Posts wie: "Heute genäht, ich hoffe, es gefällt dem Empfänger" oder "Bitte liked alle meine Beiträge, denn Facebook schränkt die Reichweite ein!".

Wenn ihr mal die erfolgreichen Seiten verfolgt seht ihr, dass dort keine Aufforderungen zum Liken stehen. Diese Seiten hatten nicht einfach nur "Glück", es steckt harte Arbeit darin. Themen werden überlegt, Beiträge geschrieben, Fragen gestellt, Szenarien überlegt, Fotos gemacht und gepostet ... es muss etwas passieren auf der Seite. Sonst hält man auch diejenigen nicht, die man vielleicht mit einem Bittaufruf erreicht hat. 

Und nun abschließend noch zum Thema Verlosungen. 

Verlosungen auf Facebook sind so eine Sache.
Fakt ist - man zieht mit solchen Aktionen im Zweifel nicht diejenigen an, die man als Follower haben möchte. Man möchte doch "echte Fans" haben. Menschen, die einen interessant finden, die einfach das mögen was man macht, schreibt, zeigt. Die einem folgen möchten, weil sie unterhalten oder informiert werden und nicht, weil es etwas umsonst gibt, oder weil man sie darum bittet.

Wenn ich mal eine durchführe dann nicht, um neue Likes zu generieren, sondern um mich bei meinen Followern zu bedanken. Natürlich kann man nicht jedem etwas schenken, daher muss man etwas verlosen.

Wer aber Verlosungen veranstaltet um neue Likes zu generieren muss fast schon damit rechnen, dass ein Großteil danach wieder verschwindet. Oder auf eine weitere Verlosung wartet. Also: Verlost, wenn ihr geben wollt, nicht weil ihr etwas haben wollt.

Ich hoffe sehr, dass ihr mir nicht böse seid, dass ich das jetzt so offen geschrieben habe und ich hoffe, dass es auch jeder richtig verstanden hat.  

Also - macht euch sichtbar!